Kursfahrt nach Kraków und Oświęcim




Nach ca. dreizehnstündiger Anreise per PKW erreichte man am Donnerstagabend gegen 22 Uhr die Unterkunft, das gemütliche „Hotel Prokocim“ in Kraków (Krakau). Die Gastgeber waren so herzlich, dass trotz fortgeschrittener Stunde noch ein kleines Abendessen gereicht wurde.
Am Freitag ging es dann schon um 7 Uhr weiter, um rechtzeitig zur Führung im knapp 70 Kilometer entfernten Oświęcim (Auschwitz) anzukommen. Die teils erschütternden Exponate der historischen Gedenkstätten „Auschwitz I – Stammlager“ und „Auschwitz II – Birkenau“ haben bei allen Teilnehmern bleibende Eindrücke hinterlassen und die Annahme des historischen Erbes und der hiermit verbundenen politischen Verantwortung deutlich verstärkt. Am Nachmittag folgte der Besuch von Wadowice, der Geburtsstadt von Papst Johannes Paul II. Hier beeindruckte insbesondere die zu seinen Ehren erbaute und nach ihm benannte Kathedrale.
Am folgenden Tag ging es nach dem anstrengenden Programm des ersten Tages etwas gemütlicher zu: Den Besuch des Shopping-Centers im Stadtteil Bonarka nutzten die Studierenden, um sich über die bisherigen Eindrücke auszutauschen, zum Flanieren und Shoppen. Abends wurden der Kurs dann in die Geheimnisse des spätmittelalterlichen Reichtums Krakóws eingeführt: Die nahe gelegene Salzmine in Wieliczka hat zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region beigetragen und zählt zum Weltkulturerbe. Die detaillierten Schilderungen und humorvollen Kommentare unserer Reiseleiterin Katarzyna haben 130 Meter unter Tage für Abwechslung und Heiterkeit bei den Studierenden gesorgt.
Am Sonntag wurde den Studierenden dann die kulturelle und architektonische Schönheit Krakaus, der geheimen „Kulturhauptstadt“ Polens, vor Augen geführt. Die Tour begann im jüdischen Viertel Kazimierz, dessen Dichte an Synagogen europaweit seinesgleichen sucht und das schon Steven Spielberg bei seinen Dreharbeiten zu „Schindlers Liste“ inspirierte. Hier konnte man vor allem die Anmut der Remuh-Synagoge bewundern und bei einem Rundgang über den Friedhof der Synagoge die „Klagemauer“ Krakóws besichtigen. Die nächste Station stellte das Schloss auf dem Wawel dar, das die Studierenden mit seinem frühneuzeitlichen Baustil beeindruckte. Ein weiteres Symbol der Stadt ist die Marienbasilika, die die Studierenden auf dem Marktplatz der Altstadt („stare miasto“) bewundern konnten. Nach diesem kulturell interessanten Programm stand der Nachmittag zur freien Verfügung, den einige Studierende noch zum Shoppen von Andenken nutzten. Der Abend fand seinen Ausklang mit diversen, intensiv geführten Runden „Activity“. ;-)
Am nächsten Tag machte sich der Kurs auf den Heimweg und erreichte gegen Mitternacht Gummersbach, wo schon diverse Familienangehörigen zum Empfang bereit standen. Das Fazit zur Studienfahrt nach Kraków mit ihren historisch und kulturell nachhaltigen Eindrücken fiel durchweg positiv aus.